Finanzen-News 29.09.2010
Nach Commerzbank-Übernahme
Dresdner Bank: Weltweit einzige Filiale in Dresden
Der Stadt Dresden bleibt nach der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank die weltweit einzige Filiale des ehemaligen Traditionshauses erhalten. Das neu gestaltete Bankhaus mit dem traditionellen Schriftzug der Dresdner Bank wurde am Montag in der sächsischen Landeshauptstadt eröffnet.
Dresden (dapd-lsc/red) - Damit wolle die neue Commerzbank "ein klares Bekenntnis an die Ursprungswurzeln" des Vorgängerinstituts ablegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing. Schließlich sei Dresden die Gründungsstätte der vor 138 Jahren gegründeten Bank gewesen.
Integration der Dresdner Bank in Commerzbank läuft
Im Sommer 2008 hatte die Commerzbank die Dresdner Bank übernommen. Die nun laufende Integration der Geschäftsbereiche bezeichnete Blessing als gut. Als sichtbares Zeichen an die Kunden sei in diesem Sommer an allen 1.600 Filialen der neue Markenname mit dem Schriftzug der Commerzbank und dem Logo der Dresdner Bank, dem sogenannten Ponto-Auge, angebracht worden. Der nächste große Schritt sei die Zusammenlegung der unterschiedlichen EDV-Techniken bis zum Frühjahr 2011. "Wenn alle Kontodaten der Dresdner Bank auf das System der Commerzbank übertragen wurden, können wir das alte System abstellen und dadurch unnötige Kosten einsparen", sagte Blessing. Kunden würden dabei jedoch ihre alte Kontonummern behalten.
Commerzbank spendet Millionenbetrag für Dresdner Kunstlandschaft
Mit einer Millionenspende und der Dauerleihgabe von Kunstwerken an Dresdner Museen möchte die Commerzbank das kulturelle Engagement der Dresdner Bank in der Landeshauptstadt fortführen. Insgesamt zwei Millionen Euro gingen dafür an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Städtische Galerie sowie eine noch zu gründende Stiftung der Stadt. "Die Mittel sollen in die Bewahrung von Kunstwerken und in pädagogische Projekte fließen", sagte Blessing. Die Dauerleihgabe beinhalte rund 100 der insgesamt 3.000 Werke umfassenden ehemaligen Kunstsammlung der Dresdner Bank. Dazu zählten Werke von Henry Moore, Richard Paul Lohse Eberhard Göschel und Per Kirkeby.
Mit der Übernahme der Dresdner Bank auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatte sich die Commerzbank verhoben. Der Bund musste die Bank daraufhin mit 8,2 Milliarden Euro stützen und hält seither 25 Prozent plus eine Aktie des Kapitals in Form einer stillen Einlage. Im vergangenen Jahr machte das Finanzinstitut einen Verlust von 4,5 Milliarden Euro. Rund 1,9 Milliarden Euro entfielen auf Aufwendungen für die Integration der Dresdner Bank.
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