Finanzen-News 20.09.2011

Vergleich

Dispozins: Das sind die teuersten Banken

Bereits vor einem Jahr hatte Finanztest die hohen Dispozinsen vor allem der kleinen Banken und Sparkassen angeprangert. Der Zinssatz erscheint den Testern immer noch zu hoch; auch was die Auskunftswilligkeit der Banken angeht, ist man nicht erfreut.

Berlin (red) - Im Schnitt sind die Dispozinsen in Deutschland mit 12,4 Prozent immer noch zu hoch. Der Spitzensatz liegt sogar bei 14,75 Prozent. 642 Angebote konnten die Tester mit den Daten des Vorjahres vergleichen und stellten fest, dass bei knapp der Hälfte der Konten die Zinsen auf dem Vorjahresniveau sind. Für immerhin 174 Konten zahlen die Kunden niedrigere Zinsen, einige nur wenig, andere deutlich.

Regionale Banken sind am teuersten

Spitzenreiter sind drei regionale Banken, die einen Dispozins von 14,75 Prozent erheben: die Kaltenkirchener Bank, die Volksbank Braunlage und die Sparkasse Münden. Dicht gefolgt von der überregional vertretenen Targobank mit 14,7 Prozent (Extra und Classic Konto).

Auskunftswilligkeit lässt zu wünschen übrig

Ähnlich wie bei der Untersuchung im letzten Jahr scheinen viele Banken Angst vor Transparenz zu haben. Fast 1.000 Banken und Sparkassen reagierten nicht auf die Fragen der Tester. Besonders hoch ist die Quote der Verweigerer in Bayern. Bei fast der Hälfte von ihnen konnten die Daten aber im Internet ermittelt werden. Die Konditionen aller Banken stehen in der Gesamtübersicht unter test.de/pdf-dispozinsen.

Der ausführliche Test Dispozinsen in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter test.de/dispo veröffentlicht.

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