Finanzen-News 19.12.2011

Kreditwürdigkeit

Deutsche Bank und weitere Institute herabgestuft

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank und weiterer sieben internationaler Banken herabgestuft. Fitch begründete den Schritt mit den Schwierigkeiten, die für Universalbanken im derzeitigen Marktumfeld zu erwarten seien. Im direkten Vergleich steht die Deutsche Bank jedoch weiterhin gut da.

Frankfurt/Main (dapd/red) - Fitch erklärte, die Deutsche Bank sei "gesund", machte jedoch eine Einschränkung. "Die Deutsche Bank ist nicht so gut kapitalisiert wie andere internationale Wettbewerber", hieß es in einer Mitteilung der Ratingagentur. Allerdings vertraue Fitch darauf, dass die Deutsche Bank die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA geforderte Kernkapitalqoute von neun Prozent bald erreiche.

Quote soll noch dieses Jahr erfüllt werden

Deutschlands größte Bank hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Quote der EBA schon mit Ablauf dieses Jahres erfüllen zu können. Außerdem hatte die Deutsche Bank angekündigt, ihren Bereich Vermögensverwaltung zu überprüfen, und dabei Verkäufe von Teilbereichen nicht ausgeschlossen.

Besonders in den USA war die Vermögensverwaltung für die Deutsche Bank zuletzt durch neue Regulierungsmaßnahmen erschwert worden. Die Vermögensverwaltung in Europa, hauptsächlich vertreten durch die Tochter DWS, bleibe aber von der Überprüfung weitgehend unberührt, erklärte die Bank jüngst.

Weitere Banken werden herabgestuft

Für Deutschlands größte Privatkundenbank Postbank, eine Tochter der Deutschen Bank, ließ Fitch das Rating unverändert. Für die BHF Bank hingegen, die im Konzern viele vermögende Kunden betreut, ging es eine Stufe runter.

Außer der Deutschen Bank waren auch die Crédit Suisse, die Bank of America, die britische Barclays, die französischen Banken BNP Paribas und Société Générale sowie die New Yorker Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley von der Entscheidung betroffen.

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