Finanzen-News 10.05.2010

Datenmissbrauch

Datenschutzbeauftragter verhängt Bußgeld gegen Postbank

Ein Bußgeld in Höhe von 120.000 Euro hat Nordrhein-Westfalens Datenschutzbeauftragter Ulrich Lepper gegen die Postbank verhängt. Diese habe freiberuflichen Handelsvertretern Zugriff auf die Kontodaten von Postbankkunden gegeben.

Bonn (red) - Kontobewegungen seien äußerst sensible Daten. So sei daraus beispielsweise ablesbar, ob das Einkommen von einer Sozialbehörde komme. Die Postbank teilte daraufhin mit, auf einen Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid zu verzichten und wolle für Kunden und Berater Klarheit über den korrekten Umgang mit dem Datenschutz bei der Postbank bekommen.

Postbank hat beim Datenschutz nachgebessert

Der Landesbeauftragten für den Datenschutz habe schon im Herbst 2009 mögliche Verletzungen des Datenschutzes durch einzelne Finanzberater der Postbank kritisiert. Die Postbank hat daraufhin eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit der Datenschutzaufsichtsbehörde den Sachverhalt aufgeklärt und einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Einhaltung des Datenschutzes umgesetzt.Hierzu gehört insbesondere, dass die Berater der Postbank Finanzberatung keinen Zugriff auf Kontobewegungsdaten der Kunden der Postbank mehr erhalten. Dies ist bereits seit Anfang November 2009 durch eine technische Sperre gewährleistet.

Die Postbank betreibt Ihre Kundenwerbung nicht selbst, sondern über die Postbank Finanzberatung AG, eine hundertprozentige Tochter der Postbank Gruppe. Diese arbeitet mit zahlreichen selbstständigen Handelsvertretern zusammen.

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