Finanzen-News 17.05.2011

Nach Fusion mit Dresdner Bank

Commerzbank will 300 Filialen schließen - keine Nachteile für Kunden

Nach der Fusion der Commerzbank mit der Dresdner Bank beginnen die Institute mit der Zusammenlegung des Zweigstellennetzes. Im Zuge dessen sollen 300 Commerzbank-Filialen geschlossen werden, was den Kunden aber keine Nachteile bringen soll.

Berlin (dapd/red) - Commerzbank-Vorstand Martin Zielke schließt aus, mit der geplanten Schließung von über 300 Filialen Kunden zu verprellen. "Da habe ich keine Bedenken», sagte Zielke, der für das Privatkundengeschäft verantwortlich ist, der "Welt". "Wir legen nur solche Filialen zusammen, die wenige Meter voneinander entfernt sind." Mit 1.200 Zweigstellen werde die Commerzbank künftig eines der dichtesten Filialnetze Deutschlands haben.

Die Bank wolle am Dienstag mit der nach der Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009 beschlossenen Zusammenlegung der Filialnetze beginnen. Bis Ende 2012 soll sich die Zahl der Zweigstellen von 1.540 auf 1.200 reduzieren.

"Klare Steuerung muss sein"

In der Vergangenheit hätten sich die Filialen und die Zentrale in Frankfurt am Main zu sehr voneinander entfernt, erklärte Zielke. "Das ändern wir gerade. Es gibt bereits wieder kürzere Wege, klarere Entscheidungsstrukturen", sagte er.

Den Mitarbeitern in den Filialen will die Bank mehr Zeit für Kunden einräumen. Beratung habe höchste Priorität. "Das Privatkundengeschäft ist und bleibt eine ökonomische Veranstaltung. Da darf man sich nichts vormachen", erklärte Zielke. Einen Vertrieb ohne Steuerung und klare Vorgaben könne es nicht geben.

© 2000-2012 Gelon.de

szmtag