Finanzen-News 11.10.2010

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Commerzbank rückt von Kapitalerhöhungsplänen ab

Die Commerzbank ist offenbar von ihren Plänen zu einer Kapitalerhöhung im November abgerückt. Nach Informationen des "Handelsblatts" vom Freitag (Online-Ausgabe) ist das Vorhaben, frisches Kapital von Investoren einzusammeln, bei einem Treffen von Management und involvierten Investmentbanken auf Eis gelegt worden.

Düsseldorf/Frankfurt (dapd/red) - Mehrere Beteiligte hätten dies bestätigt, schreibt das Blatt. Grund sei die niedrige Bewertung der eigenen Aktie. Ein Insider sagte der Zeitung: "Wenn man das macht, dann muss das auch einen betriebswirtschaftlichen Sinn ergeben." Die Commerzbank wollte die Informationen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd nicht kommentieren.

Nach der zehn Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank war auch eine Commerzbank-Ankündigung erwartet worden. Grünes Licht für eine Kapitalerhöhung in Höhe von 50 Prozent des Grundkapitals hat sich Vorstandschef Martin Blessing bei der Hauptversammlung Mitte Mai bereits geben lassen. Das Institut hat sich vorgenommen, ab 2012 mit der Rückzahlung von Staatshilfen zu beginnen. Insgesamt hat die Bank in der Wirtschaftskrise 18,2 Milliarden Euro Staatshilfen erhalten.

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