Finanzen-News 02.07.2011
Immer noch zu hoch
Bundeskartellamt kritisiert Gebühren fürs Geldabheben
Wer Geld bei fremden Banken abhebt, muss nach Ansicht des Kartellamts noch immer zu hohe Gebühren zahlen. Besonders in ländlichen Regionen lässt die Entwicklung zu wünschen übrig.
Frankfurt/Main (dapd/red) - Die Gebühren für das Geldabheben an Automaten fremder Banken sind nach Ansicht des Bundeskartellamts noch immer zu hoch. "In ländlichen Regionen, in denen die Kunden nur schwer ausweichen können, lässt die Entwicklung weiterhin zu wünschen übrig. Sollte sich das nicht ändern, bleibt die Einleitung von Verfahren eine Option", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Gebühren in Städten niedriger
In den Städten entfalteten die nach Drohung der Behörde eingeführten Neuregelungen hingegen eine "gewisse Wirkung", erklärte Mundt. Dort werde offenbar Wettbewerbsdruck erzeugt. Seit Januar erfährt der Kunde nicht erst auf seinem Kontoauszug, sondern direkt am Automaten die Höhe der Gebühr. Die Privatbanken einigten sich zudem auf ein einheitliches Gebührenlimit von 1,95 Euro. Zum Teil deutlich höhere Preise berechnen allerdings Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken.
© 2000-2012 Gelon.de