Finanzen-News 06.09.2010
Studie
Bürgschaftsbanken bringen gesamtwirtschaftlichen Nutzen
Die deutschen Bürgschaftsbanken erhöhen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um jährlich durchschnittlich 3,4 Milliarden Euro, wie eine aktuelle Studie zeigt. Zudem würden rund 29 500 Arbeitsplätze neu geschaffen.
Erfurt (ddp-lth/red) - Die Steuermehreinnamen durch diese Banken belaufen sich auf jährlich etwa eine Milliarde Euro. Das geht aus der am Donnerstag in Erfurt vorgestellten Studie des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier (Inmit) zum gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Bürgschaftsbanken hervor.
Der positive Finanzierungssaldo des Staates aus Einnahmen und Ausgaben liege bei 1,1 Milliarden Euro und übersteige die Inanspruchnahme des Staats durch ausgefallene Bürgschaften um das Siebenfache. In der Studie waren ausgehend von 2009 die Effekte der öffentlichen Bürgschaften für den Zeitraum 2009 bis 2015 berechnet worden.
Der Leiter des Inmit, Axel Schmidt, sagte, der gesamtwirtschaftliche Nutzen der staatlichen Bürgschaften steige tendenziell. In einer vergleichbaren Studie von 2006, in der das Wirken der Bürgschaftsbanken zwischen 1999 und 2003 untersucht worden war, habe der durchschnittliche positive Finanzierungssaldo noch bei 610 Millionen Euro jährlich gelegen. Eine Aufstockung des Bürgschaftsrahmens sei gleichwohl nicht sinnvoll. Als Grund nannte er negative Effekte in der Wirtschaft beispielsweise im Preisniveau, die sich ihrerseits negativ auf den staatlichen Finanzierungssaldo auswirken würden.
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