Finanzen-News 15.04.2011

Brüderle will möglichst schnell aus Banken aussteigen

Nach dem Erfolg der Commerzbank bei der Beschaffung frischen Kapitals am Markt hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) einen schnellen Rückzug aus den in der Krise eingegangenen Beteiligungen an Finanzinstituten gefordert.

Berlin (dapd/red) - "Ich bin für einen möglichst schnellen Ausstieg des Bundes aus den Bankenbeteiligungen", sagte Brüderle am Donnerstag auf einer Konferenz des Bundeskartellamtes Berlin. Er fügte hinzu: "Wenn es nicht mehr regnet, macht man den Schirm zu."

Commerzbank will Staatshilfen bald zurückzahlen

Brüderle sagte, er begrüße es sehr, "dass die Commerzbank angekündigt hat, in erheblichem Umfang Staatshilfen zurückzuzahlen. "Bei den Stillen Einlagen handele es sich auch um eine Art Wettbewerbsverzerrung. Deshalb müsse "die Normalität der Sozialen Marktwirtschaft nach Ende einer Krise möglichst schnell wieder hergestellt werden".

Verschärfte Aufsicht über den Wettbewerb bleibt aus Sicht von Brüderle im Energiesektor nötig. "Ungerechtfertigter Strompreiserhöhung sagen wir den Kampf an", sagte der Minister. Ferner sprach sich der FDP-Politiker für die Einrichtung eines "Weltkartellamtes" aus. Es sollte bei der Welthandelsorganisation WTO angesiedelt sein.

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