Finanzen-News 02.04.2010

Abhebegebühren

Banken streiten über Gebühren an Geldautomaten

Banken und Sparkassen streiten über die Senkung der Gebühren am Geldautomaten. Nach einem Bericht der "Bild-Zeitung (Donnerstagausgabe) beharren Sparkassen und Volksbanken darauf, dass es eine Höchstgrenze von fünf Euro pro Abhebung geben soll. Dagegen fordern die Privatbanken, dass die Gebühr kräftig sinkt.

Geldautomat

Berlin (ddp.djn/red) - Kerstin Altendorf, Sprecherin des Bankenverbands, sagte der Zeitung: "Die privaten Banken sind für eine deutliche Senkung der Geldautomaten-Entgelte. Der Höchstbetrag sollte bei eher zwei Euro und nicht bei fünf Euro liegen."

Sparkassen: Hohe Investitionen in Geldautomaten

Dagegen werfen die öffentlichen Banken den Privatbanken vor, sich nicht an Absprachen zu halten. Michaela Roth, Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbands sagte der Zeitung: "Die privaten Großbanken haben in den letzten 15 Jahren rund 20.000 Auszahlstellen abgebaut, gleichzeitig wollen sie ihren Kunden kostengünstige Abhebungen bei Sparkassenautomaten bieten. Mit höchstens 5 Euro eines transparenten Entgelts am Automaten würde der Wettbewerb zu Gunsten der Kunden angeheizt."

Deshalb fordert die Sparkassen-Sprecherin: "Wenn Banken ohne eigenes Automatennetz 2 Euro Kundenbelastung haben wollen, sollen sie ihre Kunden an den eingesparten Kosten eines eigenen Automatennetzes teilhaben lassen und den Unterschiedsbetrag erstatten."

Ministerin fordert Senkung der Geldautomat-Gebühren

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) fordert: "Kein Kunde hat Verständnis dafür, wenn sich die Banken streiten. Wir brauchen eine rasche Einigung und verlässliche Zusagen. Mir ist wichtig: Die Gebühren müssen runter, und zwar deutlich." Derzeit fallen im Schnitt Gebühren von 5,64 Euro an, teilweise sogar bis zu 10 Euro.

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