Finanzen-News 20.09.2010

Basel III

Banken müssen rund 50 Milliarden Euro auftreiben

Die zehn größten Banken Deutschlands müssen bis 2019 rund 50 Milliarden Euro auftreiben. Das ist nötig, um die neuen Eigenkapitalvorschriften zu erfüllen.

Hamburg (dapd/red) - Das gehe aus einer vertraulichen Expertise der Bundesbank hervor, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab. Die Fachleute hätten untersucht, wie sich die neuen Auflagen (Basel III) auf Banken mit einem Kernkapital von mehr als drei Milliarden Euro auswirken. Dazu zählen neben der Deutschen Bank und der Commerzbank auch Landesbanken wie die WestLB, die LBBW oder die BayernLB.

Neue Geldquellen müssen erschlossen werden

Auf Basis historischer Daten kommen die Experten der Bundesbank danach zu dem Schluss, dass die Institute bis Ende 2019 etwas mehr als 40 Milliarden Euro durch einbehaltene Gewinne und Kapitalaufnahme von außen aufbringen können. Für den Rest müssten sie neue Geldquellen erschließen, was vor allem die wenig profitablen Landesbanken vor Probleme stellt.

Schäuble treibt Sanierung der Landesbanken voran

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle die prekäre Lage der Landesbanken nun nutzen, um deren Sanierung voranzutreiben, berichtet das Magazin weiter. In getrennten Schreiben an Landesregierungen und Sparkassenverbände mahne er an, bereits getroffene Zusagen einzuhalten. Ende September will sich Schäuble zudem mit den Eigentümergruppen der Landesbanken treffen, um den Druck zu erhöhen.

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