Finanzen-News 02.02.2011
Gefahr
Aufruhr in Ägypten birgt Gefahren für Bankensektor
Analysten haben wegen der politischen Krise in Ägypten vor Gefahren für den dortigen Bankensektor gewarnt. Der Industriezweig gehört zu den am schwersten von dem Aufstand gegen Staatspräsident Husni Mubarak betroffenen Branchen. Die größte Gefahr für die Institute geht von drohenden Massenabhebungen und dem Abzug von Kapitalanlagen aus.
Dubai (dapd/red) - "Ein Ansturm auf die Banken ist in der momentanen Situation die größte Sorge", sagt Robert McKinnon von ASAS Capital in Dubai. Er gehe jedoch davon aus, dass die Behörden die Banken wegen des Risikos weiter geschlossen halten würden. Das Staatsfernsehen berichtete, die Banken würden auch am Dienstag nicht öffnen.
Der Direktor der Commercial International Bank Egypt, Faruk el Okdah, sagte am Samstag, seine Bank verfüge über 36 Milliarden Dollar in Rücklagen, genug, um die Anlagen der Investoren zu decken, sollten dieses ihr Geld abziehen. Der Bankensektor verfüge insgesamt über eine ausreichende Kapitaldecke. Auch gegenseitige Bankkredite seien gesichert.
"Wenn die Banken wieder öffnen, werden die Leute ihr Geld abheben", prognostiziert Mohammed Jasin von CAPM Investment in Abu Dhabi. Einerseits sei das ein guter Grund, die Banken geschlossen zu halten, andererseits werde sich die Situation gerade dadurch nicht entspannen, weil die Leute Zugang zu ihrem Geld bräuchten, um sich Essen und lebensnotwendige Güter zu kaufen.
An vielen Geldautomaten in Kairo ging das Geld am Montag bereits aus. Viele Geschäfte nehmen wegen der geschlossenen Banken keine Kartenzahlungen mehr an.
© 2000-2012 Gelon.de