Finanzen-News 05.11.2010
Ratgeber
Alternativen zur gesetzlichen Altersvorsorge werden immer wichtiger
Für die folgenden Generationen verschiebt sich der Renteneintritt mindestens bis zum 67. Lebensjahr. Hinzu kommt, dass die dann fällige Rente zunehmend nur noch eine Grundsicherung sein kann. Daher wird private Vorsorge immer wichtiger. Doch Frage nach dem richtigen Modell ist schwierig.
Elmshorn (dapd/red) - Aktien, Fonds und andere börsennahe Instrumente galten lange Zeit als die beste Lösung - bis die Finanzkrise kam. Versicherungslösungen sind oft zu starr, um wirklich als sichere und rentable Altersvorsorge zu punkten. Neue Ideen sind also gefragt - und sie werden angeboten.
Hohe Zinsen bei Cosmos Direkt
Ein Beispiel ist das flexible Vorsorgekonto des Versicherers Cosmos Direkt. Dabei legen Sparer einmalig eine Summe von mindestens 5.000 Euro an. Dafür erhalten sie im ersten Jahr garantierte 1,5 Prozent, dann im 2. Jahr 2 Prozent, bis im 5. Jahr nach Zwischenschritten 3,5 Prozent Zinsen gezahlt werden. Das Kapital kann man sich jederzeit ganz oder teilweise zum Ende eines Monats auszahlen lassen und auch Zuzahlungen sind immer bis zu einer Obergrenze von 300.000 Euro möglich. Nach fünf Jahren kann das Geld stehen bleiben, die Zinsen liegen dann garantiert bei 1,75 Prozent, steigen aber durch Überschüsse an. Interessant dabei ist, dass die Abgeltungssteuer nur dann erhoben wird, wenn der Sparer sein Geld zurückbekommt. Rührt er es mindestens zwölf Jahre nicht an, muss nur die Hälfte der Erträge versteuert werden. Das Modell ist vor allem dann eine gute Wahl, wenn ein fester Zins gewünscht wird und noch unklar ist, ob heute vorhandenes Geld für die Vorsorge benötigt wird.
Viele Anleger wollen Sicherheit
Andere Modelle orientieren sich vor allem daran, dass Sparer Sicherheiten wünschen. So bietet die Gothaer die Möglichkeit, mit ihrer fondsgebundenen Altersvorsorge VarioRent ReFlex einmal erreichte Renditen zu 80 Prozent bis zum Rentenbeginn festzuschreiben - und zwar jedes Jahr aufs Neue. So wird bei einer positiven Wertentwicklung das garantierte Guthaben jedes Jahr erhöht, bei einer schlechten Entwicklung aber nicht reduziert.
So wissen Sparer, dass kurz vor Rentenbeginn keine Krise die Altersvorsorge dezimieren kann. Insgesamt zeigt die Versicherung, dass die starren Altersvorsorge-Modelle der Vergangenheit angehören. So kann das Guthaben fünf Jahre vor dem Rentenbeginn sogar vollständig eingefroren werden - damit auch wirklich kein Verlust mehr die Vorsorgeplanung über den Haufen werfen kann.
Berufsunfähigkeit und Pflegefall-Risiko absichern
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Risiko von Berufsunfähigkeit in das Modell mit einzubeziehen: Die Altersvorsorge wird dann weitergeführt, wenn der Sparer berufsunfähig wird. Und auch das Pflegefall-Risiko kann mit abgesichert werden - selbst im Alter kann noch eine Pflegerente von bis zu 1.500 Euro monatlich vereinbart werden.
Bei AXA kann der Kunde zwischen zwei Varianten wählen
Etwas länger am Markt ist bereits die AXA mit dem Twin Star-Modell. Hier werden die Kundengelder in Investmentsfonds angelegt, im Rentenalter hat der Kunden die Wahl zwischen einer recht hohen Garantie-Rente und einer Investment-Rente, die dann höher liegen wird, wenn sich die Investmentfonds gut entwickelt haben.
Diese Option muss der Kunde jedoch bezahlen: Die Garantie-Rente erhöht sich nämlich nicht mehr durch Überschüsse, sondern bleibt auf der garantierten Höhe. Die bei den Rentenversicherungen üblichen Zuschläge auf die Garantie-Rente entfallen. Dennoch ist das Modell interessant, wenn nach einer Altersvorsorge gesucht wird, die auf jeden Fall eine hohe Garantie-Rente bietet.
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