Finanzen-News 05.03.2010
Warnung
Achtung bei Ein-Cent-Überweisungen auf das Girokonto
Das Verbraucherschutzministerium warnt vor einer neuen Masche mit Ein-Cent-Überweisungen, mit der deutsche Bankkunden bestohlen werden. Verbrecher testen damit, ob eine Kontonummer wirklich existiert, um später von diesem Konto unberechtigt Geld abzubuchen.
Hamburg (ddp/red) - Verbraucher sollten daher "ihre Auszüge regelmäßig prüfen, auf unerklärliche 1-Cent-Überweisungen achten und ihrer Bank unberechtigte Abbuchungen melden", rät Julia Klöckner (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete.
Bewegungen auf Girokonto regelmäßig überprüfen
Die Täter überweisen dem Bericht zufolge den Betrag von einem Cent auf verschiedene, zufällige Zahlenkombinationen bei einem Geldinstitut. Bleibt eine Fehlermeldung aus, wissen die Täter, dass sie ein existierendes Konto erwischt haben - und beginnen kurz darauf, von diesem Konto höhere Beträge abzubuchen. Dazu wird häufig ein vermeintlicher Kauf oder eine angeblich beauftragte Dienstleistung angegeben. Der Betrüger muss den Namen des Kontoinhabers nicht kennen, die Bank prüft auch nicht automatisch, ob der Kontoinhaber eine Einzugsermächtigung erteilt hat. Der Kontoinhaber sollte daher sein Konto regelmäßig überprüfen, um unerlaubte Abhebungen zurückbuchen zu lassen.
Nicht immer ein krimineller Hintergrund
Allerdings hat nicht jede Ein-Cent-Überweisung einen kriminellen Hintergrund, berichtet das Magazin weiter. Hilfsorganisationen und Online-Zahldienste nutzen diese Methode manchmal, um die Identität eines Spenders oder Kunden zu prüfen.
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