Dread-Disease-Versicherung zahlt bei schweren Krankheiten

Der Begriff Dread-Disease-Versicherung taucht seit einiger Zeit immer wieder auf. Was das genau für eine Versicherung ist, ist aber vielen nicht bekannt. Wofür die "Versicherung gegen gefürchtete Krankheiten" gut ist, erklären wir in unserem Ratgeber.

Dread-Disease-Versicherung heißt übersetzt etwa "Versicherung gegen gefürchtete Krankheiten" und ist eine Vorsorge-Versicherung gegen schwere Krankheiten. So ist eine Dread-Disease-Versicherung eine Versicherung, bei der die Leistungen beim Eintritt einer schweren, fest definierten, Krankheit an die versicherte Person ausgezahlt werden.

Die definierte Krankheiten der Dread-Disease-Versicherung

Die Krankheiten, die von der Versicherung abgedeckt werden, sind fest definiert. Dazu gehören schwere Formen von Krebs, Multiple Sklerose, Leber- und Lungenerkrankungen sowie Parkinson, Arthritis und weitere schwere Krankheiten. Versichert sind aber nicht nur diese vordefinierten Krankheiten, sondern auch Folgen schwerer Unfälle, sowie Schlaganfälle und Herzinfarkte. Die abgesicherten Risiken können dabei allerdings vom jeweiligen Tarif abhängen. Die Tarife sind auch von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden. Einige Tarife decken nur fünf, andere dagegen 40 und mehr Krankheitsbilder ab.

Krankenversicherung mit festgelegten Krankheiten

Im Gegensatz zu der Berufsunfähigkeitsversicherung wird bei der Dread-Disease-Versicherung keine monatliche Rente ausgezahlt, sondern eine vereinbarte Versicherungssumme, die nach der Diagnosestellung einmalig ausgezahlt wird. Bei der Versicherung sind auch Bausteine wie etwa Todesfallschutz und Erwerbsunfähigkeitsschutz einschließbar. Alles in Allem ist eine Dread-Disease-Versicherung eine Krankenversicherung, bei der dem Versicherten, sobald er an einem der festgelegten Leiden erkrankt, eine festgelegte Summe ausgezahlt wird.

Kehrseiten der Dread-Disease-Versicherung

Die Dread-Disease-Versicherung kann für Versicherte sowohl Vorteile als auch Nachteile haben. Ein Vorteil dieser Versicherung ist, dass die Prüfung eines Leistungsfalls einfacher und schneller als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung von statten gehen kann. Einer der Nachteile dieser Versicherung hingegen ist, dass Erkrankungen der Gelenke oder des Rückens nicht versichert sind. Diese Erkrankungen gehören allerdings zu den Hauptursachen für den Arbeitskraftverlust. Auch psychische Krankheiten gehören dazu und werden von der Dread-Disease-Versicherung ebenfalls nicht abgesichert.

Dread-Disease-Versicherung kein Ersatz für Berufsunfähigkeitsversicherung

Häufig wird diskutiert, ob eine Dread-Disease-Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen kann. Verbraucherzentralen raten den Versicherten aber dazu, nicht auf die Berufsunfähigkeitsversicherung zu verzichten. Eine Dread-Disease-Versicherung kann allerdings eine gute Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Allgemein sollte man sich bei Versicherungen im Voraus gut Informieren und abwägen, was sinnvoll ist.

szmtag