KFZ-Versicherungen im Vergleich

Schadenfreiheitsklasse bestimmt die Höhe der Versicherungsbeiträge

Sowohl bei der Kfz-Haftpflichtversicherung als auch bei der Vollkaskoversicherung wird das Fahrzeug einer Schadenfreiheitsklasse - kurz SF-Klasse genannt - zugeteilt, bei dem Abschluss einer Teilkaskoversicherung gibt es diese Einstufung dagegen nicht. Je nachdem, wie lange man schon unfallfrei gefahren, wird der Versicherungsvertrag der entsprechenden Schadenfreiheitsklasse zugeordnet.

AutoversicherungBei der Höhe der Prämie zur KFZ-Versicherung spielt die SF-Klasse eine große Rolle.© spectrumblue / Fotolia.com

Die Schadenfreiheitsklasse ist beim Autoversicherungszugleich wichtig zu wissen. Je länger ein Versicherungsnehmer schon unfallfrei fährt, desto höher ist auch die Schadenfreiheitsklasse und umso geringer werden die Beiträge für die Versicherung.

Wann sich die Schadenfreiheitsklasse ändert

Die Einstufung in die Schadenfreiheitsklasse ändert sich in der Regel am Ende eines Versicherungsjahres. Wer im vergangenen Versicherungsjahr keinen Unfall , kann in die nächst bessere Schadenfreiheitsklasse gestuft werden. Hatte man im vergangenen Jahr einen Unfall oder hat einen anderen Schaden gemeldet, wird man in eine höhere Schadenfreiheitsklasse und muss künftig höhere Beiträge zur KFZ-Versicherung zahlen. Manche Autoversicherungen bieten jedoch einen sogenannten Rabattretter an. Das bedeutet, dass man einen Schaden "frei hat" und seine Schadenfreiheitsklasse behält.

Schaden selbst zahlen und in Schadenfreiheitsklasse bleiben

Wer jedoch einen Unfall hatte und trotzdem verhindern möchte, in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse gestuft zu werden, hat immer noch die Möglichkeit, den Schaden selbst zu bezahlen. In der Regel hat reicht man den Schaden – egal in welcher Höhe – erst einmal bei der KFZ Versicherung ein, die die Kosten zunächst übernimmt. Dann kann man den Schaden innerhalb von 6 Monaten an die Versicherung zurückzahlen.

Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Erhöhung der Beiträge größere Kosten aufwerfen würden, als die entstandenen Kosten für den Unfall. Gerade wenn die Schadenssumme nur einige hundert Euro beträgt, ist eine Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse oft teurer. Einige KFZ Versicherer informieren den Versicherten bei geringen Schäden automatisch darüber, dass die Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse teurer ist als der Schaden selbst und geben so die Möglichkeit, den Schaden zurückzuzahlen.

Schadenfreiheitsklasse auf andere Person übertragen

Da die Schadenfreiheitsklasse nicht an das Fahrzeug, sondern an die jeweilige Person gebunden ist, kann diese unter bestimmten Umständen an eine weitere Person übertragen werden. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Versicherungsschutz für weitere Fahrer gelten muss, sodass das Auto von mehreren Personen gefahren werden darf und nicht nur von einer einzelnen Person.

Eine exakte Übertragung ist jedoch nur in den seltensten Fällen möglich, da hierbei viele Dinge berücksichtigt werden müssen. So kann zum Beispiel nur die schadenfreie Zeit übertragen werden, die der Empfänger selbst den Führerschein hat, sodass sich dies bei Fahranfängern normalerweise nicht lohnt. Zudem hängt es auch von der jeweiligen Versicherung ab, ob diese eine Übertragung nur zwischen engsten Familienmitgliedern oder Ehepartnern bewilligt oder auch bei entfernter Verwandten oder Geschäftspartnern Beachtet werden sollte auch, dass der Überträger der Schadenfreiheitsklasse seine Rechte auf die schadenfreie Zeit abgibt und bei einem neuen Abschluss eines Vertrages auch komplett neu eingestuft wird.

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