KFZ-Versicherungen im Vergleich

Rabattretter und Rabattschutz: Was ist was?

Einen Rabattretter finden Versicherungsnehmer nur noch in alten Kfz-Versicherungen. Heute gibt es dafür den Rabattschutz. Beiden gemeinsam ist das Ziel, zu verhindern, dass nach einem Unfall mehr gezahlt werden muss.

Autoversicherung© M. Schuppich / Fotolia.com

Bei den Altverträgen boten zahlreiche Versicherungsgesellschaften den Versicherten an, trotz eines Unfalls keinen höheren Beitrag zahlen zu müssen. In der Regel war ein Schadensfall pro Jahr frei. Durch die Einführung neuer Rabattstaffeln wird bei den meisten Versicherungen der kostenlose Rabattretter nicht mehr angeboten, sondern stattdessen ein kostenpflichtiger Rabattschutz.

Schadensfreiheitsklassen in der Kfz-Versicherung

Bei einem Autounfall leisten die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung, sofern der Autobesitzer diese freiwillige Versicherung abgeschlossen hat. Die Haftpflichtversicherung zahlt für die Schäden, die einem Dritten bei dem Unfall zugefügt wurden. Die Vollkaskoversicherung übernimmt die Schäden, die an dem eigenen Fahrzeug des Versicherten zu regulieren sind. In beiden Versicherungssparten finden sich verschiedene Schadensfreiheitsklassen, abgekürzt SF-Klassen oder nur SF. Die Abkürzung SF wird durch eine Zahl ergänzt, die die Anzahl der unfallfreien Jahre des Versicherungsnehmers angibt. Die höchste SF-Klasse, die ein Autofahrer erreichen kann, liegt bei SF 35.

Das Konzept des Rabattretters

Meldet der Versicherte einen Schaden, erfolgt die Rückstufung in eine niedrigere Schadensfreiheitsklasse, für die ein höherer Beitrag zu zahlen ist. Die Beitragserhöhung erfolgt bei der ersten Fälligkeit des Versicherungsbeitrages in dem darauf folgenden Jahr. Der Rabattretter sorgt dafür, dass der Versicherte zwar in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft wird, aber trotzdem keinen höheren Beitrag zahlen muss. Allerdings können Autofahrer bei den meisten Versicherungsverträgen den Rabattretter erst ab SF 25 in Anspruch nehmen.

Rabattschutz statt Rabattretter

Bei einer neuen Kfz-Versicherung wird oft ein Rabattschutz angeboten, für den der Versicherte einen Aufschlag auf die Versicherungsprämie zahlen muss. Dafür wirken sich ein bis drei gemeldete Unfälle nicht auf die Höhe der Prämie aus und der Versicherungsnehmer wird nach einem Schadensfall auch nicht in eine niedrigere Schadensfreiheitsklasse eingestuft. Jede Versicherungsgesellschaft hat ihre eigenen Bedingungen bezüglich des Rabattschutzes­. Bei den meisten Anbietern kann der Rabattschutz ab SF 4 vereinbart werden.

Einige Anbieter verlangen ein Mindestalter des Autofahrers oder Schadensfreiheit im vergangenen Jahr, bevor sie dem Versicherten einen Rabattschutz gewähren. Bei einem Wechsel der Versicherung entfällt der zusätzliche Rabatt und der Versicherungsnehmer wird von der neuen Versicherungsgesellschaft in die Schadensfreiheitsklasse eingestuft, in der er sich ohne den Rabattschutz befinden würde.

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