KFZ-Versicherungen im Vergleich

Mallorca-Police bietet KFZ-Versicherungsschutz für Mietwagen

Die Mallorca-Police ist ein Leistung der KFZ-Haftpflichtversicherung für Urlauber, die im Ausland einen Mietwagen leihen. Mit der Mallorca-Police wird die Deckungssumme der KFZ-Haftpflicht für einen Leihwagen im Ausland auf die in Deutschland vorgeschriebene Versicherungssumme erweitert. Die Mallorca-Police gilt natürlich nicht nur für die Mittelmeer-Insel.

SommerSorgenloser Urlaub: Mit die Mallorca-Police genießen Sie umfangreichen KFZ-Versicherungsschutz auch im Ausland© travnikovstudio / Fotolia.com

Die Mallorca-Police wird von dem meisten Versicherern im Rahmen der KFZ-Haftpflicht angeboten. Ein separater Abschluss einer Mallorca-Police ist nicht also möglich, dieser Versicherungsschutz ist immer vom Bestehen eines Hauptvertrages abhängig. Oft ist die Mallorca-Police ohnehin in der Autoversicherung inbegriffen, doch um sicherzugehen, dass ein Versicherer diese anbietet, sollte man dies beim Autoversicherungsvergleich beachten.

Wozu braucht man eine Mallorca-Police?

Auch in anderen Ländern ist eine KFZ-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, doch sind dort die Deckungssummen teilweise sehr viel niedriger als in Deutschland. Während in Deutschland beispielsweise für Personenschäden eine Mindestdeckungssumme von 7,5 Millionen Euro vorgeschrieben ist, beträgt diese in der Türkei nur 350.000 Euro und in Griechenland 500.000 Euro.

Wer also mit dem Mietwagen einen Unfall verursacht, bei dem der Schaden die im Ausland gültige Deckungssumme überschreitet, muss den Rest des Schadens selbst bezahlen – und das kann teuer werden. Diese Lücke schließt die Mallorca-Police: Mit dieser Versicherung wird die Deckungssumme der KFZ-Haftpflicht im Ausland auf die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Mindestversicherungssumme aufgestockt.

Mallorca-Police ersetzt nicht die Vollkasko

Der Versicherungsschutz der Mallorca-Police erstreckt sich jedoch nicht auf die eventuell bestehende Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung, sondern lediglich auf die KFZ-Haftpflichtversicherung. Sollte der Versicherungsnehmer im Urlaub einen Unfall verursachen, so wird der Versicherungsschutz der Mallorca-Police lediglich auf die Haftpflichtschäden im Bereich Personen- und Sachschäden an Dritten gewährt. Schäden am Mietwagen selbst sind also nicht mit versichert.

Ebenso ist zu beachten, dass die Mallorca-Police nur dann einspringt, wenn die Autovermietung für das Mietfahrzeug keine separate Autoversicherung abgeschlossen hat. Hier spricht man im Versicherungsjargon von dem sogenannten Subsidiaritätsprinzip. Versichert sind in der Mallorca-Police der Versicherungsnehmer und der in häuslicher Gemeinschaft lebende Ehe- oder Lebenspartner.

Mallorca-Police gilt nicht nur auf der Balearen-Insel

Die Mallorca-Police gilt natürlich nicht nur – wie der Name vermuten lässt – für Mietwagen auf der Balearen-Insel. Der Geltungsbereich der Mallorca-Police umfasst Europa und die dazugehörigen Teile wie Madeira, Azoren usw. Versichert ist ein Mietwagen in diesen Ländern, wenn dieser in einem privaten Urlaub gemietet wird und die Dauer des Urlaubs in einem Jahr insgesamt nicht länger als 6 Wochen ist. Wer sich länger als 6 Wochen pro Jahr im Ausland aufhält, sollte sich separat absichern. Hier empfiehlt es sich, Kontakt mit der Versicherungsgesellschaft aufzunehmen.

Woher stammt der Name Mallorca-Police?

Warum die Mallorca-Police gerade nach der Balearen-Insel benannt ist, liegt natürlich Nahe: Schließlich gilt Mallorca als eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Da besonders viele Urlauber auf Mallorca ein Mietwagen leihen, wurde der Name der Insel für diesen erweiterten Versicherungsschutz gewählt. So kam die Mallorca-Police zu Ihrem Namen, auch wenn diese im gesamten europäischen Ausland gilt.